Der Europakorridor:
Zu langsame Züge gefährden Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze
Gegenwärtig werden große Investitionen in die schwedische Eisenbahn geplant. Es handelt sich teils um Modernisierung vorhandener Strecken, teils um gänzlich neue Strecken. In der Debatte darüber ist oft von Hochgeschwindigkeitszügen die Rede, ohne dass jedoch näher definiert wird, welche Geschwindigkeiten gemeint sind:
Gunnar Sibbmark, Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender im Verein Europakorridor, möchte nun die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Geschwindigkeit lenken und betont:
– Wenn Schweden in Bahnen investiert, die nur 250 km/h fahren, kann von Hochgeschwindigkeitszügen nicht die Rede sein. Dann haben wir uns stattdessen in einer Technik festgefahren, die bereits heute überholt ist.
– Alles in der Entwicklung spricht stattdessen für die neue Eisenbahntechnologie, die für Geschwindigkeiten bis zu 350 km/h ausgelegt ist, meint Gunnar Sibbmark. Solche Bahnen werden daher auch schon allerorten im übrigen Europa gebaut.
Was der Geschwindigkeitsunterschied für eine Stadt wie Göteborg bedeutet, kann am einfachsten in Zeit ausgedrückt werden. Mit 250 km/h liegen sowohl Helsingborg als auch Linköping praktisch mehr als eine Reisestunde entfernt. Mit 350 km/h können beide Orte in weniger als einer Stunde erreicht werden, wodurch z.B. das tägliche Pendeln ermöglicht wird.
– Mit 350 km/h reduziert sich der Abstand und unsere „Heimatregion“ – in der wir wohnen, arbeiten und studieren können – vergrößert sich, sagt Gunnar Sibbmark. – Unsere Wahlmöglichkeiten werden einfach mehr, und die bessere Zugänglichkeit stimuliert Unternehmen und Menschen. Die Unternehmen gewinnen mehr und neue Kunden und können ihr Angebot erweitern. Darüber hinaus wird auch die Anstellung neuer Mitarbeiter erleichtert. Die Menschen erhalten Zugang zu einem größeren Arbeitsmarkt und einem breiteren Angebot an Studienmöglichkeiten. Nicht zuletzt wachsen die Wahlmöglichkeiten für den Wohnort.
– Begnügt sich Schweden dagegen mit einer bloßen Modernisierung des gegenwärtigen Eisenbahnnetzes für Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h, verpassen wir in vielerlei Hinsicht diese Chancen. Wir werden stattdessen hinter die Entwicklung zurückfallen und sowohl Arbeitsplätze als auch das Wirtschaftswachstum gefährden.
Im Sommer und im Herbst wird der Verein Europakorridor in einer besonderen Informationskampagne die Bedeutung des richtigen Technikniveaus bei der Modernisierung der Eisenbahn in Schweden hervorheben. – Es ist sehr wichtig, dass Schweden sich für den Bau von Strecken entscheidet, die für 300 – 350 km/h angelegt sind, sagt Gunnar Sibbmark, genauso wie dies im übrigen Europa bereits geschieht.
Der Verein Europakorridor ist ein Zusammenschluss von Städten, Gemeinden und Regierungsbezirken von Stockholm im Norden über die Öresundsregion und Kopenhagen bis nach Hamburg im Süden. Im Verein wird ein System mit Hochgeschwindigkeitsbahnen geplant, die Schweden, Dänemark und Norddeutschland verbinden sollen.
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WEITERE INFORMATIONEN WERDEN VON GUNNAR SIBBMARK, EUROPAKORRIDOR, TELEFON +46-705-62 94 33 ERTEILT. |
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Presseinformationen
Der Europakorridor:
Zu langsame Züge gefährden Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze
Kommentar von Gunnar Sibbmark, 1. stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer der Europakorridoren AB beim Presseseminar vom 27.8.2003 in Stockholm.
Freie und Hansestadt Hamburg, Gemeinde Falköping und Provinziallandtag Östergötland neue Mitglieder im Verein Europakorridor.
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